14.06.2002-14.06.2002In Erinnerung an Justin 14.06.02- 14.06.02
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Heute


Manchmal f?hle ich mich leer und sehne mich nach meinem Kind. manchmal weine ich und w?nsche das alles anders gekommen w?re.

Aber ich kann auch wieder lachen und habe Lebensmut.

Seit 1 1/2 jahren prozessieren wir nun gegen den behandelnden Arzt sowie dessen Klinik.
Ich tue das nicht wegen dem Geld , sondern wegen der Gerechtigkeit.

Der Arzt schaut mir nicht mehr in die Augen, aber ich starre ihn regelrecht an .

Ich bin kein Einzelfall, ich habe Kontakt zu verwaisten Eltern denen es ?hnlich ergangen ist , weil Fehldiagnosen gestellt worden sind oder psychologische Betreuung nicht vorhanden war.

Nat?rlich fehlen manchen Menschen die richtigen Worte , aber das ist nicht schlimm. Manchmal ist es auch gut wenn man verstanden wird und einem zugeh?rt wird.

Trauer wird immer da sein, aber sie ver?ndert sich .


28.3.05 22:59


Die Zeit danach ......................


Der kleine durfte nach seinem Versterben nicht mehr lange bei mir bleiben. Er sollte obduziert werden .

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Ich kam mir einsam vor in meinem Einzelzimmer, obwohl meine Familie versuchte den Schmerz zu lindern. Ich fragte mich , wozu ich dieses Leben noch ertragen sollte.
Ich wurde richtig depressiv und hatte Selbstmordgedanken, die immer schlimmer wurden. Ich kannte keine Gef?hle mehr, nur noch Trauer und diese schlimmen Bilder.
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Nachdem ich mich versucht hatte im Juli umzubringen wurde ich zwangseingewiesen. Nach ein paar Tagen wurde der Schaden bemerkt den sie mir im Krankenhaus zugef?hrt haben und ich bekam eine therapie .

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Ende September fing ich an auch an ?ber andere Dinge nachzudenken, aber ich wartete immer noch drauf , auf das Ergebnis der Obduktion und das ich mein Kind endlich beerdigen konnte.
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Anfang Oktober 2002 erhielt ich das Ergebnis , worauf alles wieder von vorne los ging.
Der Arzt hatte eine Falschdiagnose gestellt, mein Kind h?tte ?berleben k?nnen. Warum ????????????
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Ich blieb in der Trauer stecken und hatte so eine Mordswut auf diesen Arzt.
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Mein Kind wurde im engsten Familienkreis auf einem Friedhof beerdigt. Ich konnte mich nicht damit abfinden , ich wollte k?mpfen f?r mein Kind, das h?tte leben k?nnen.

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28.3.05 22:48



Am 14.Juni 2002 war ich im neunten Monat schwanger mit meinem Sohn Justin. Die Schwangerschaft war bis dato mit einigen Schwierigkeiten ?berwunden und ich freute mich echt ?ber die Geburt.

Am besagten Tag verabredete ich mich mit einer guten Freundin von mir, zum shoppen zu fahren.

ich holte meine Freundin gegen 10 uhr ab und freuten uns ?ber den sch?nen Tag , den wir uns erhofft hatten.

Da wir ?ber die Autobahn fuhren mussten, zu einem gro?en Einkaufscenter, machten wir uns dann baldigst auf dem Weg.

Ich hatte mich so gefreut und wollte noch ein wenig Freiheit geniessen, bevor der Babystress losgehen sollte.

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Auf der Autobahn war mehr Verkehr unterwegs als wir gedacht hatten.
irgendwie f?hlte ich mich nicht mehr wohl.

Kurz vor unserem Ziel passierte es .... ein LKW wollte ?berholen, ?bersah meinem Pkw und schleuderte uns gegen die Leitplanke.

Danach wei? ich nichts mehr.....

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Als ich wieder zu mir kam , waren schon Rettungswagen und Polizei anwesend.
Ich hatte so schreckliche Schmerzen. Mein Bauch tat furchtbar weh, wahrscheinlich durch den Aufprall. ich hatte eine gro?e Platzwunde am Kopf , und Schnittwunden ?berall.

meiner Freundin erging es ?hnlich .

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Im Krankenwagen bekam ich starke Schmerz und beruhigungsmittel. Die Schmerzen im Bauch wurden immer schlimmer und so wurde ich schnell ins Krankenhaus gebracht.

Es wurde ein Ultraschall gemacht, und dann brach eine hektik aus . Ich habe mich gef?hlt als w?re ich in einer Art D?mmerzustand.

Ich wusste das Schlimmes auf mich zukam...

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Zu den starken Wehen wurde die Geburt vorangetrieben mit Medikamente. Keiner der Anwesenden ?rzte sagte mir, was los w?re. Ich war so durcheinander, konnte kaum klar denken.

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Am 14. Juni um 14: 09 Uhr wurde mein Sohn geboren . Sie gaben mir ihn garnicht sondern begannen sofort ihn zu behandeln. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht , wie schlimm es wirklich war. Justin hatte innere Blutungen und bekam keine Luft.
Ich kam mir so hilfslos vor ! Warum?

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Justin hatte laut behandelten Arzt keine ?berlebenschance. Wenn ?berhaupt dann w?ren es nur noch ein paar Stunden . Der Arzt sagte er h?tte alles getan was in seiner Macht stehe.

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Der Kleine sah friedlich aus. Er bekam starke Schmerzmittel und ich durfte bei ihm sein. Mir selber ging es auch nicht gut. Das Geburtszimmer wirkte so steril . ich bat mir meinen Sohn in den Arm zu legen.
Die Hebamme wollte erst verneinen, gab ihn mir dann doch.

Ich konnte nicht glauben das ich ihn wieder hergeben sollte. ich machte mir Mut und wusste das es doch sinnlos ist.

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Gegen 18:00 Uhr starb mein Kleiner und flog zu seinen anderen Sternenkindern.
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Psychologische Hilfe bekam ich nicht, kein tr?stendes Wort und keine Hand die ich dr?cken konnte.

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28.3.05 21:58


Willkommen in meinem Weblog!
28.3.05 21:16





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